Erste Camper-Tour meines Lebens — und im Rahmen davon zwei „Schnupper-Tage" auf
dem Cape Wrath Trail unter echt schottischen Bedingungen: Starkregen und
phasenweise Orkanböen.
Der Cape Wrath Trail erfordert deutlich mehr Vorbereitung als eine normale
Mehrtagestour: keine Markierung, unverbrückte Furten, kein Mobilfunk-Empfang.
Kontakt zur Außenwelt konnte ich nur per Satellitenkommunikation halten.
Die Etappen
Tag 1 — von Fort William nach Cona Glen
Atmosphärische Dämmerung über dem Schotterpfad, Nebel füllt das Tal
Aufbruch am Roadsurfer-Camper — gleich geht's los Richtung TrailheadAnreise per Boot über den Loch — der eigentliche Trailhead liegt am anderen UferLoch-Ufer kurz nach der Ankunft, Berge im NebelEichen am Loch-Ufer — herbstliche Reste am Ast, dahinter der See im DunstSchmaler Talweg zwischen kahlen Birken, Berge schon in WolkenEinsames Cottage am Trail-Rand, Berghänge im WolkenmantelBach durch das Hochmoor, dazwischen Birken — typisches CWT-TerrainFluss zwischen Farnen und Birken, Berghänge im HintergrundReißender Fluss am steilen Hang — der Regen der vergangenen Tage zeigt sichFluss zwischen den Talhängen, Nebel über den BergspitzenBrausender Wasserfall — kraftvolles Wasser über FelsstufenZelt aufgebaut, Tag 1 geschafft — kurze Selbst-Inspektion vor dem SchlafenZelt-Innenraum mit Rucksack, Wasserflasche und Equipment — fast alles trocken
Ich bin bewusst bei starkem Regen gestartet, um Equipment (und mich) zu testen.
Jacke und Hose von Bergans waren dabei wie ein mobiles Zelt — genial!
Der Flusspegel nahm immer weiter zu; daher habe ich nicht direkt am Ufer
gezeltet. Der erhöhte Platz war extremem Wind und Regen ausgesetzt.
Aber letztlich ist mir das Zelt nicht weggeweht. Das ist übrigens
kein theoretisches Problem; bei der Folgewanderung habe ich an der
Corryhully Bothy einen Wanderer getroffen, der seine geplante Tour
abbrechen musste, weil sein Zelt in der Nacht weggeweht worden war.
Die 8 Stunden Anreise waren umsonst gewesen; bitter.
Tag 2 — von Cona Glen nach Glenfinnan
Hochlandweg unter dramatischen Wolken — kurzer Lichtdurchbruch über den Graten
Zelt am Morgen, Tag 2 beginnt grau — Pfad und Bach gleich danebenErste Tasse bei Regen — der Becher dampft, der Pfad zieht sichPause auf dem Pfad — der Rucksack atmet kurz mit, ich auchSteiniger Pfad im offenen Tal, schwere Wolken über den BergenPfadlinie zieht sich quer durch die Bergflanke, Heide und Hochmoor ringsumWet trail — der Pfad steht voll Wasser, die Berge bleiben in WolkenPfad zwischen Felsen, weiter Talblick — wieder bergab Richtung GlenfinnanKnorrige Kiefern säumen den Pfad, dahinter der HangLoch im Glenfinnan-Tal, der Pfad führt direkt am Ufer entlangBahnübergang bei Fort William, dahinter Ben Nevis — zurück in der ZivilisationZurück am Camper, alles Nasse hängt am Markisen-Auszug zum TrocknenAbendlohn — Thistly-Cross-Cider aus den schottischen HighlandsLachs auf Kartoffelstampf — die Belohnung nach zwei nassen Tagen
Dieser Teil der Tour fand am 4.11.2025 statt; nur leider wollte komoot die
Offline-Tour ohne Online-Verbindung nicht starten (inzwischen gefixt). Zum Glück hatte ich zusätzlich
die OS-Maps-App mit Offline-Karten (und als weiteres Backup Papierkarten) — das
wäre sonst höchst unglücklich gewesen! Dauer und Durchschnittsgeschwindigkeit der
Aufzeichnung entsprechen zum Glück nicht den tatsächlichen Werten.
Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten.
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