Das Zugspitzplatt: ein karges Hochplateau aus Schotter und Restschnee, die Wandernden nur als Punkte darin.

Durch das Reintal auf die Zugspitze

Der längste und technisch einfachste der drei Anstiege auf Deutschlands höchsten Berg: von Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm und das Reintal aufs Zugspitzplatt und hinauf zur Gipfelplattform der Zugspitze (2.962 m) — rund 24 Kilometer und gut 2.500 Höhenmeter an einem langen Tag.

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Do Schauer 14° 4,1 mm
Fr Regen 15° 1,8 mm
Sa Teils bewölkt 23° 10°

Wetterdaten von MET Norway

Strecke
24,2 km
Aufstieg
2560 hm
Zeit
10,6 h
781 m 23,6 km · ▲ 2687 hm · ▼ 637 hm 2935 m

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Der lange Weg aufs Dach Deutschlands

Auf die Zugspitze (2.962 m) führen zu Fuß drei klassische Wege: durch das Höllental, von Tiroler Seite über die Wiener-Neustädter Hütte und durch das Reintal. Das Reintal ist der längste, aber technisch einfachste der drei: kein Gletscher, und anders als auf den anderen Wegen braucht es kein Klettersteigset — dafür ein langer, stetiger Anstieg über fast den gesamten Höhenunterschied vom Tal bis zum Gipfel.

Von Garmisch-Partenkirchen geht es zunächst durch die Partnachklamm, dann taleinwärts am Wildbach entlang ins Reintal, vorbei an der Reintalangerhütte und weiter zur Knorrhütte. Oberhalb öffnet sich das Zugspitzplatt, das Karst-Hochplateau unter dem Gipfel; über einen letzten, seilgesicherten Anstieg geht es zur Gipfelplattform. Diese Tour zeichnet meinen Aufstieg nach — rund 24 Kilometer, gut 2.500 Höhenmeter, vom Talboden bis hinauf auf die Zugspitze (2.962 m).

Los ging es vor vier Uhr im Dunkeln — langsam, aber stetig. Die ersten Stunden durch die Partnachklamm und das untere Reintal liefen wir mit der Stirnlampe, erst tief im Tal wurde es hell. Über Bockhütte, Reintalangerhütte und Knorrhütte zieht sich der Weg in stundenlangem, gleichmäßigem Anstieg taleinwärts, bis oberhalb der Baumgrenze das Zugspitzplatt beginnt — ein karges Hochplateau aus Schotter und Restschnee unter dem Gipfel. Hier oben, ungeschützt in der Sonne, war guter Sonnenschutz wichtiger als jede Regenjacke.

Der eigentliche Knackpunkt kommt zum Schluss. Von der Station Sonn-Alpin zur Aussichtsplattform am Gipfel ist es noch einmal ein strenger, mit Stahlseilen gesicherter Anstieg, über eine Leiter inklusive. Ein Klettersteigset ist dafür nicht zwingend — wir sind ohne gegangen, manche sichern sich hier. Anspruchsvoller als die Leiter war eher der Andrang: Die letzten Meter zum Gipfelkreuz, für die es einen eigenen Zuweg gibt, haben wir uns angesichts der vielen Seilbahngäste geschenkt, die alle ihr Selfie am Kreuz wollten. Den Gipfel macht das nicht kleiner — der lange Weg von unten dorthin ist ohnehin das Eigentliche.

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