Cape Wrath Trail — vier Tage durch die Knoydart-Wildnis
Sechs Etappen auf einem der einsamsten Fernwanderwege Europas: von Glenfinnan
durch die Rough Bounds of Knoydart — knapp 66 Kilometer, 1.950 Höhenmeter.
Der Cape Wrath Trail gilt als einer der anspruchsvollsten und einsamsten
Fernwanderwege Großbritanniens. Dieser Abschnitt führt in sechs Etappen von
Glenfinnan durch die Rough Bounds of Knoydart — knapp 66 Kilometer mit 1.950
Höhenmetern im Aufstieg.
Was das bedeutet: keine Markierungen, viele Furten ohne Brücke, kein
Mobilfunk-Empfang. Die Rough Bounds of Knoydart sind dafür berüchtigt — eine
der wenigen echten Wildnisse, die Großbritannien noch hat. Karte und Kompass
beherrschen ist Pflicht, Satellitenkommunikation hier
kein Komfort, sondern Sicherheit. Genug Puffer im Plan einkalkulieren: zwei
Tage Starkregen, und die nächste Furt ist plötzlich unwatbar.
Die Etappen
Etappe Ia — von Glenfinnan nach Corry Hully
Glenfinnan-Tal mit den ersten schneebedeckten Bergen im Hintergrund
Hinter Corry Hully — Aufstieg ins Glen PeanSonne hinter dem Berg, Wolken über dem WaldSteiler Hang mit Bach und ersten SchneestreifenKurze Pause am Bach — Schnee am Hang oberhalbHochmoor zwischen FelsbrockenSchnee-Senke zwischen den BergrückenSchmaler Pfad durch die verschneite SenkeSteinbach mit Schneeberg im HintergrundPause im offenen Tal, Rucksack auf den Wanderstock gelehntMoos-Garten zwischen umgefallenen StämmenBach durch den moosigen Wald vor A'Chuil
Aufbruch von A'Chuil — Wolken hängen in den BergenWilder Bach zwischen den Tannen — Tag 2 beginntPfadwasser auf moorigem Berghang im NebelBach-Kaskade über FelsstufenBerge in Wolken, der Pfad zieht sich durch die HeideWasserfall zwischen Felsen — DetailKleiner Bergsee im Tal, Wolken auf dem HangTal mit Bach über Stein-FelsplattenDie marode Holzbrücke vor Sourlies — Würfelbruch im tragenden Balken
Die tragenden Balken der großen Brücke gegen Ende sind von Holzschwamm befallen
(Würfelbruch).
Etappe IIb — von Sourlies zum Zeltplatz am Fluss Carnach
Bergpyramide über dem Fluss — kurz vor dem Zeltplatz
Wattenlandschaft am Loch Nevis bei NiedrigwasserFelsenpfad oberhalb der BuchtBlick zurück Richtung Loch NevisRotwild auf den WattenflächenZwei Hirsche queren das WattBrücke über den Fluss Carnach
Ich hätte aufgrund von Ebbe auch den mit T2 gekennzeichneten Pfad mit kleineren
Klettereinlagen umgehen können, aber da ich keine Gezeitentabelle hatte, habe ich
mich für diesen Weg entschieden. Einen Tod muss man sterben. Der Zeltplatz war
wundervoll!
Etappe III — durch die Rough Bounds of Knoydart nach Kinloch Hourn
Frühmorgens — Wasserfall am Berghang vor der QuerungAufbruch in die Rough Bounds — voll bepackt, mit WanderstöckenBach im Tal kurz vor einer der vielen QuerungenMächtige Felswand entlang des FlussesBach im Tal, Heide-VordergrundAuf dem Pass — Schnee in den Senken, sonst nur Heide und SteinAbstieg Richtung Loch Hourn — der Pfad führt zum Wasser hinabLoch Hourn — Watt im SonnenlichtLoch Hourn — klassisches Panorama mit Schneebergen am EndeLoch-Strand unter dunklen WolkenEinsame Hütte am Ufer kurz vor Kinloch Hourn
Der härteste Wandertag meines Lebens — nicht primär wegen der Länge oder der
Höhenmeter, sondern durch die Schneeschmelze: Die Bäche und Flüsse waren reißend,
und ein Fehltritt oder eine schlecht ausgesuchte Stelle zur Querung war
potentiell tödlich.
Nach einer fantastischen Nacht im Zelt am Fluss tauchte bei meinem Aufbruch
plötzlich ein sympathischer, australischstämmiger Wanderer auf.
Auf meine Frage, ob wir etwas zusammen gehen können, meinte er:
"It's always good to have someone to press the button".
Gemeint war der SOS-Knopf meines Garmin inReach Mini 2.
Genau mein Humor und ein wundervoller Kontakt, der noch immer besteht.
Etappe IV — von Kinloch Hourn nach Osten
Regenbogen über dem Loch, ein einsames Haus am Ufer
Tag 4 — Blick zurück über den LochRegenbogen, gerahmt von kahlen BirkenSonniges Tal mit Bach — der Wetterumschwung hältBergsenke mit Schneestreifen obenHochmoor mit Lochs vor verschneitem BergWeite Heide vor den schneebedeckten BergenRotwild-Gruppe am HangLoch mit kleiner Insel im SpätsonnenlichtHirsche im Hochland — Tag 4 endet
Leider hatte komoot mal wieder die Aufzeichnung mittendrin gestoppt.
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